Wo der Fluss Geschichten erzählt 2013

Wo der Fluss Geschichten erzählt


Schulprojekt der Grund- und Mittelschule „Oberes Werntal“ zur Landesausstellung „Main und Meer"



Flussgeschichten der Grund- und Mittelschule Poppenhausen
Foto: Gabi Lutz



Nicht nur  der Main ist eng mit dem Leben seiner Bewohner verknüpft, auch seine Nebenflüsse sind reich an Heimatgeschichte. Im Rahmen der bayerischen Landesausstellung „Main und Meer“ wurden Schulen dazu aufgerufen, sich am Wettbewerb „Erinnerungszeichen 2013/14, Schüler erforschen Geschichte und Kultur unserer Heimat“ zu beteiligen. Einige Lehrkräfte der Volksschule Oberes Werntal in Poppenhausen folgten dem Aufruf und beteiligten sich mit zwei dritten und einer fünften Klasse an dem Projekt.

Wassermühlen im Mittelpunkt

Das obere Werntal ist reich an ehemaligen Mühlen, die sich malerisch entlang des Flusslaufs gruppieren. Vier dieser Mühlen wählten die Lehrer für ihr Projekt aus, das an Ostern begann und den Rest des Schuljahres dauern wird. Ziel ist es, die Schüler mit der Geschichte ihrer nächsten Umgebung vertraut zu machen, die frühere Nutzung der Mühlen erleb- und begreifbar werden zu lassen. Je nach Jahrgangsstufe und Fach variieren dabei die Schwerpunkte, erstrecken sich von der Geschichte der Mühlen über Funktion, Technik, Entstehung, regionale Bedeutung bis hin zu Liedern und Legenden...... Anhand einer Zeitleiste wurde die Entwicklungsgeschichte vom Reibestein über die Wassermühle bis hin zu den heutigen Windkrafträdern verdeutlicht. Im Sandkasten formten die Schüler den Verlauf der Wern, kennzeichneten die Mühlenstandorte. Die Mühlentechnik mit ober- und unterschlächtigen Wasserrädern sowie die ehemalige Bedeutung des Müllers als Beruf und dessen Abhängigkeit vom Wasser wurde erörtert.

Auf Tuchfühlung mit der Realität

Höhepunkt des Projekts war die Besichtigung der Weiden-, Fuchsen-, Stengels- und Hainer- Mühle, die neben den drei Lehrkräften Gabi Lutz, Anita Scholz und Anja Weck mit den Gästeführerinnen Carola Faulstich und Margit Markert stattfand. Insgesamt 68 Schülerinnen und Schüler nahmen daran teil. Bei der vierstündigen Exkursion galt es, vor allem den Gästeführerinnen zu lauschen, die Einblicke in Geschichte und Funktion gaben, sowie interessante Anekdoten und Sagen der vier Mühlen vortrugen. Ein „Steckbrief“ zur jeweiligen Mühle wurde von den Schülern erarbeitet. Mühlenname, Baujahr, Betriebszeit, frühere Nutzung und Besonderheiten mussten herausgefunden werden. Details der einzelnen Mühlen, die idyllisch aus dem satten Grün der Wiesen ragten, wurden fotografiert, sowie die heutige Nutzung besprochen. Präsentiert werden die Ergebnisse des Projekts in Form von Plakaten, die die einzelnen Mühlen entlang der Wern in Hain, Poppenhausen und Kronungen mit geschichtlicher Entwicklung und technischer Information in Wort und Bild zeigen. Jede Gruppe berichtet darauf über „ihre Mühle“. Die fünfte Klasse erstellt außerdem eine Wanderkarte mit Bildern und Infos, auf der die Wern mit ihren Mühlen und Dörfern in diesem Abschnitt zu sehen ist.Bis zum Projekttag am 6. Juni müssen die Plakate fertig sein, auf dem Schulfest können sich die Eltern von der Arbeit ihrer Kinder überzeugen und werden mit kleinen Vorträgen über Wesen und Arbeitsweise der Mühlen aufgeklärt. Projektende ist eine „Regatta“ am Poppenhäuser Sportplatz, bei der auf dem dortigen Bach von den Schülern selbst gebastelte Rindenboote zum Wettkampf antreten dürfen.

Von unserem Redaktionsmitglied Marion Gerber

 

 
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